| | | | | | | Bauernregeln allgemein | 1. Kräht der Hahn früh auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist.
2. Der dümmste Bauer erntet die dicksten Kartoffeln.
| | | | Der Siebenschläfertag 27. Juni | Wenn es am Siebenschläfer regnet,
sind wir sieben Wochen mit Regen gesegnet.
Das Wetter am Siebenschläfertag
sieben Wochen bleiben mag.
Wie das Wetter am Siebenschläfertag,
so der Juli werden mag.
Wenn die Siebenschläfer Regen kochen,
dann regnet es ganze sieben Wochen.
Ist der Siebenschläfer nass,
regnet es ohne Unterlass.
Regnet es am Siebenschläfertag,
der Regen sieben Wochen nicht weichen mag.
Wie das Wetter sich am Siebenschläfertag sich verhält,
ist es sieben Wochen lang bestellt.
| | | | Die Eisheiligen | Die Eisheiligen nennt eine Bauernregel einen Kälteeinbruch mit Nachtfrostgefahr mitten im Mai. Bevor der Bauer oder Gärtner pflanzt sollte er erst einmal "die Eisheiligen" abwarten.
11. Mai Mamertus (Bischof)
12. Mai Pankratius (Märtyrer)
13. Mai Servatius (Bischof von Tongern)
14. Mai Bonifatius (Märtyrer)
15. Mai Sophie (Märtyrerin)
Pankratius und Servatius bringen oft Kälte und Verdruss.
Pankratius und Servatius sind zwei böse Brüder,
was der Frühling gebracht, zerstören Sie wieder.
Ehe nicht Pankratius, Servatius und Bonifatius vorbei,
ist nicht sicher vor Kälte der Mai.
Mamerz hat ein kaltes Herz.
Wenn's an Pankratius friert,
so wird im Garten viel ruiniert.
Pankratius hält den Nacken steif,
sein Harnisch klirrt von Frost und Reif.
Pankratius und Urbanitag ohne Regen -
versprechen reichen Erntesegen.
Servatius muss vorüber sein,
willst vor Nachtfrost sicher sein.
Vor Servatius kein Sommer,
nach Servatius kein Frost.
War vor Servatius kein warmes Wetter,
wird es nun von Tag zu Tag netter.
Vor Bonifatius kein Sommer,
nach der Sophie kein Frost.
Sophie man die Kalte nennt,
weil sie gern kalt` Wetter bringt.
Vor Nachtfrost du nicht sicher bist -
bis Sophie vorüber ist.
Kalte Sophie wird sie genannt,
denn oft kommt sie mit Kälte daher gerannt.
Pflanze nie vor der Kalten Sophie.
| | | | | Jahreszeiten | 1. Ist der Januar kühl und weiss kommt der Frühling ohne Eis.
2. Im Februar Schnee und Eis, macht den Sommer heiss.
3. Auf Märzenregen folgt kein Segen.
4. April, April der macht was er will.
5. Mairegen bringt Segen.
6. Soll gedeihen Korn und Wein, muß im Juni Regen sein.
7. Im Juli warmer Sonnenschein macht die Früchte reif und fein.
8. Der Tau tut dem August not, wie jedermann das täglich Brot.
9. Ist der September schön in den ersten Tagen, will er den ganzen Herbst ansagen.
10. Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter herein.
11. Wenn ess im November blitzt und kracht, im nächsten Jahr der Bauer lacht.
12. Ist der Dezember rauh und kalt, folgt der Frühling auch schon bald. | | |
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