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| Die Stille | ...ler Lieben
Dein, du Immertreue! sei mein Lied!
Treu bist du in Sturm und Sonnenschein geblieben,
Bleibst mir treu, wenn einst mich alles, alles flieht.
Jene Ruhe - jene Himmelswonne -
O ich wußte nicht, wie mir geschah,
Wann so oft in stiller Pracht die Abendsonne
Durch den dunklen Wald zu mir heruntersah -
Du, o du nur hattest ausgegossen
Jene Ruhe in des Knaben Sinn,
Jene Himmelswonne ist aus dir geflossen,
Hehre Stille! holde Freudengeberin!
Dein war sie, die Träne, die im Haine
Auf den abgepflückten Erdbeerstrauß
Mir entfiel - mit dir ging ich im Mondenscheine
Dann zurück ins liebe elterliche Haus.
Fernher sah ich schon die Kerzen flimmern,
Scho...
... Träne, die im Haine
Auf den abgepflückten Erdbeerstrauß
Mir entfiel - mit dir ging ich im Mondenscheine
Dann zurück ins liebe elterliche Haus.
Fernher sah ich schon die Kerzen flimmern,
Schon wars Suppenzeit - ich eilte nicht!
Spähte stillen Lächelns nach des Kirchhofs Wimmern,
Nach dem dreigefüßten Roß am Hochgericht.
War ich endlich staubigt angekommen,
Teilt ich erst den welken Erdbeerstrauß,
Rühmend, wie mit saurer Müh ich ihn bekommen,
Unter meine dankende Geschwister...
...taubigt angekommen,
Teilt ich erst den welken Erdbeerstrauß,
Rühmend, wie mit saurer Müh ich ihn bekommen,
Unter meine dankende Geschwister aus,
Nahm dann eilig, was vom Abendessen
An Kartoffeln mir noch übrig war,
Schlich mich in der Stille, wann ich satt gegessen,
Weg von meinem lustigen Geschwisterpaar.
O! in meines kleinen Stübchens Stille
War mir dann so über alles wohl,
Wie im Tempel, war mirs in der Nächte Hülle,
Wann so einsam von dem Turm die Glocke scholl.
Alles schwieg, und schlief, ich wacht' alleine;
Endlich wiegte mich die Stille ein,
Und von meinem dunklen Erdbeerhaine
Träumt' ich, und vom Gang im stillen Mondenschein.
Als ich weggerissen von den Meinen
Aus dem lieben elterlichen Haus
Unter Fremde irrte, wo ich nimmer weinen
Durfte, in das bunte Weltgewirr hinaus,
O wie pflegtest du den armen Jungen,
Teure, so mit Mutterzärtlichkei...
...zen,
Stärktest du den Schwachen oft mit neuem Mut.
Jetzt belausch' ich oft in deiner Hütte
Meinen Schlachtenstürmer Ossian,
Schwebe oft in schimmernder Seraphen Mitte
Mit dem Sänger Gottes, Klopstock, himmelan.
Gott! und wann durch stille Schattenhecken
Mir mein Mädchen in die Arme fliegt
Und die Hasel, ihre Liebenden zu decken,
Sorglich ihre grüne Zweige um uns schmiegt -
Wann im ganzen segensvollen Tale
Alles dann so stille, stille ist,
Und die Freudenträne, hell im Abendstrahle,
Schweigend mir mein Mädchen von der Wange wischt -
Oder wann in friedlichen Gefilden
Mir mein Herzensfreund zur Seite geht,
Und mich ganz dem edlen Jüngling nachzubilden,
Einzig vor der...
...lden,
Einzig vor der Seele der Gedanke steht -
Und wir bei den kleinen Kümmernissen
Uns so sorglich in die Augen sehn,
Wann so sparsam öfters, und so abgerissen
Uns die Worte von der ernsten Lippe gehn.
Schön, o schön sind sie! die stille Freuden,
Die der Toren wilder Lärm nicht kennt,
Schöner noch die stille gottergebne Leiden,
Wann die fromme Träne von dem Auge rinnt.
Drum, wenn Stürme einst den Malm umgeben,
Nimmer ihn der Jugendsinn belebt,
Schwarze Unglückswolken drohend ihn umschweben,
Ihm die Sorge Furchen in die Stirne gräbt,
O ...
Kategorie: Reime, Verse, Gedichte | |
| | | Stille Nacht, heilige Nacht! | Stille Nacht, heilige Nacht!
Alles schläft, einsam wacht
nur das traute hochheilige Paar.
Holder Knabe im lockigen Haar,
schlaf in himmlischer Ruh,
schlaf in himmlischer Ruh!
Stille Nacht, heilige Nacht!
Hirten erst kundgemacht
durch der Engel Halleluja,
tönt es laut von fern und nah:
Christ, der Retter ist da,
Christ, der Retter ist da!
Stille Nacht, heilige Nacht!
Gottes Sohn, o wie lacht
Lieb aus deinem göttlichen Mund,
da uns schlägt die rettende Stund',
Christ, in deiner Geburt,
Christ, in deiner Geburt!
Kategorie: Lieder -> Weihachtslieder | |
| | | Der Mond ist aufgegangen | Der Mond ist aufgegangen,
die goldnen Sternlein prangen am Himmel hell und klar;
der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar.
Wie ist die Welt so stille und in der Dämmerung Hülle
so traulich und so hold !
Als eine stille Kammer, wo ihr des Tages Jammer
verschlafen und vergessen sollt.
Seht ihr den Mond dort stehen ?
Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen, die wir getrost verlachen,
weil unsre Augen sie nicht sehn.
...
Kategorie: Reime, Verse, Gedichte -> Kinderlieder | | |
| | | | | | | Wann bist Du alt? | ...n Spiegel hängt in Deinem Zimmer,
Du stehst davor, das Haupt geneigt
und seufzest, weil ein grauer Schimmer
sich an Deinen Schläfen zeigt.
Beim Lesen streikt Dir die Pupille,
und neue Zähnchen brauchst Du bald -
Du seufzt und murmelst in der Stille:
Ach ja, ich werd nun langsam alt.
Du seufzt und solltest lieber schmunzeln,
kriegt auch Dein Haar einen Silberstich
und Deine Stirne ein paar Runzeln,
das ist doch alles äußerlich.
Manch einer ist vielleicht erst zwanzig
und außen herrli...
Kategorie: Reime, Verse, Gedichte -> Zum Geburtstag | |
| | | Ein Passagier tippt dem Taxifahrer von hinten auf die Schulter, | ...fragen. Der Chauffeur schreit laut auf, verliert die Kontrolle über das Fahrzeug, verfehlt knapp einen entgegenkommenden Bus, schießt über den Gehsteig und kommt wenige Zentimeter vor einem Schaufenster zum Stillstand. Für ein paar Sekunden absolute Stille, dann schreit der Taxifahrer laut los: "Machen Sie das nie wieder! Sie haben mich ja zu Tode erschreckt!" Der Fahrgast ist baff und entschuldigt sich: "Ich konnte ja nicht wissen, dass Sie sich dermaßen erschrecken." "Heute", meint der Fahrer, der s...
Kategorie: Witze -> Taxifahrer-Witze | |
| | | | | Das Lied, das meine Mutter sang | ... meine Augen schloß,
Dann fühlt' ich wie die schlichte Weise
Mir mächtig tief ins Herze drang!
So wirkt kein Lied, ob laut, ob leise,
Wie's Lied, das meine Mutter sang
Lausch ich seither im Geist dem Liede,
Löst es mir jede herbe Pein,
Und stille Wehmut, tiefer Friede
Zieht dann in meine Seele ein.
Wie oft, wenn ich in trüben Stunden,
Gekämpft mit Sorgen schwer und bang,
Hab Trost und Ruhe ich gefunden
Im Lied, das meine Mutter sang
So mög es ferner mich umschweben
Auf meines Dasein...
Kategorie: Lieder | |
| | | An eine Rose | Ewig trägt im Mutterschoße,
Süße Königin der Flur!
Dich und mich die stille, große,
Allbelebende Natur;
Röschen! unser Schmuck veraltet,
Stürm' entblättern dich und mich,
Doch der ewge Keim entfaltet
Bald zu neuer Blüte sich.
Friedrich Hölderlin, 1770 - 1843
Kategorie: Reime, Verse, Gedichte | |
| | | Abendgebet | Die Sonne hat uns gute Nacht gegeben;
Die Schafe ziehen heim in's stille Haus,
Kein Vogel mag den Flügel mehr erheben,
Sie schlafen alle, und ihr Lied ist aus.
Nun leg' auch ich mich hin zur Ruh'
Und schließ' die müden Augen zu.
Ich bin noch schwach, ich bin noch klein,
Du, guter Gott, wirst bei mir sein,
Dann f...
Kategorie: Reime, Verse, Gedichte | |
| | | Abendlied | ...h',
Daß ich ganz in Liebe sei.
Alle, die mir sind verwandt,
Herr, laß ruhn in deiner Hand;
Alle Menschen, groß und klein,
Sollen dir befohlen sein.
Kranken Herzen sende Ruh',
Nasse Augen schließe zu;
Laß den Mond am Himmel stehn
Und die stille Welt besehn!
Louise Hensel, 1798 - 1876
Kategorie: Reime, Verse, Gedichte | |
| | | Stille Tränen | Du bist vom Schlaf erstanden
Und wandelst durch die Au',
Da liegt ob allen Landen
Der Himmel wunderblau.
So lang du ohne Sorgen
Geschlummert schmerzenlos,
Der Himmel bis zum Morgen
Viel Tränen niedergoß.
In stillen Nächten weinet
Oft mancher aus den Schmerz,
Und morgens dann ihr meinet,
Stets fröhlich sei sein Herz.
Justinus Kerner, 1786 - 1862
Kategorie: Reime, Verse, Gedichte | |
| | | | | Stille Post | Spielverlauf: Die Mitspieler sitzen in einer Reihe. Der erste Spieler überlegt sich ein Wort und flüstert es dem zweiten ins Ohr, und der wiederum dem Dritten usw.. Der letzte Spieler muss das Wort laut sagen, wie er es verstanden hat. Lustig ist dass das am Anfang geflüsterte Wort dem Wort am Ende überhaupt nicht ähnlich ist. Nun geht der letzte Spieler an den Anfang der Reihe, und überlegt sich ein neues Wort.
Kategorie: Spiele und Vorträge -> Kinderspiele | |
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