| 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 | eine alte Frau kocht Rüben,
eine alte Frau kocht Speck -
und du bist weg! | | | | Abendsegen | Abends, will ich schlafen gehn,
Vierzehn Engel um mich stehn:
Zwei zu meinen Häupten,
Zwei zu meinen Füßen,
Zwei zu meiner Rechten,
Zwei zu meiner Linken,
Zweie, die mich decken,
Zweie, die mich wecken,
Zweie, die mich weisen,
Zu Himmels-Paradeisen.
| | | | Backe, backe Kuchen | der Bäcker hat gerufen:
Wer will guten Kuchen backen,
der muß haben sieben Sachen:
Eier und Schmalz,
Zucker und Salz,
Milch und Mehl,
Safran macht den Kuchen gel. | | | | | Bei Müllers hatīs gebrannt -brannt -brannt (Klatschreim) | Bei Müllers hatīs gebrannt -brannt -brannt,
da bin ich hingerannt -rannt -rannt.
Da war ein Apfelbaum -baum -baum,
da wollt' ich Äpfel klaun, klaun, klaun.
Da kam ein Polizist -zist- zist,
der schrieb mich auf die List, List, List.
Die List', die fiel in' Dreck, Dreck, Dreck,
da war mein Name weg, weg, weg.
Da lief ich schnell nach Haus, Haus, Haus,
zu meinem Bruder Klaus, Klaus, Klaus,
da war die Geschichte aus, aus, aus.
Zwei Kinder stehen sich gegenüber und klatschen im Rhythmus des Verses zuerst in die eigenen Hände, dann die rechten Hände gegeneinander, wieder in die eigenen Hände dann die linken Hände gegeneinander,wieder in die eigenen Hände und zum Schluss (z.B. gebrannt -brannt -brannt) machen sie drei Klatscher mit beiden Händen gegeneinander. | | | | Da hast īnen Taler | Da hast 'nen Taler,
geh auf den Markt,
kauf dir 'ne Kuh,
ein Kälbchen dazu.
Das Kälbchen hat ein Schwänzchen.
Dideldideldänzchen!
| | | | Das ist der Daumen, | der schüttelt die Pflaumen.
Der hebt sie auf,
der trägt sie nach Haus.
Und der kleine Schelm,
der ißt sie alle auf. | | | | Der alte Kakadu | Es lebte einst in Indien
Ein alter Kakadu,
Der drückte beinah immerfort
Das eine Auge zu.
Und wenn ihm das verleidet war,
Was tat der Kakadu?
Er macht das eine Auge auf
Und drückt das andre zu.
Das war ein großer Philosoph,
Der alte Kakadu,
Denn wer zufrieden leben will,
Drückt stets ein Auge zu.
F. J. Stein
| | | | Der Frosch sitzt in dem Rohre | Der Frosch sitzt in dem Rohre,
Der kleine dicke Mann,
Und singt sein Abendliedchen,
So gut er singen kann.
Quak, quak, quak,
Quak, quak, quak
Er meint, es klänge herrlich,
's könnt keiner so wie er;
Er bläst sich auf gewaltig,
Meint wunder, was er wär.
Quak, quak, quak,
Quak, quak, quak.
Herr Frosch, nur zu, gesungen!
Du bist ein lust'ger Mann.
Ein jeder soll nur singen,
So gut er eben kann.
Quak, quak, quak,
Quak, quak, quak.
Georg-Christian Dieffenbach
| | | | Der kleine Reiter | Hopp, mein Hänschen, hoppsassa!
Seht nur, wie der kleine Mann
Schon so prächtig reiten kann
Auf den Knien des Großpapa
Hopp, mein Hänschen, hoppsassa!
Glücklich, wer dem Großpapa
Auf dem Knie noch reiten kann,
Reite lustig, kleiner Mann,
Weil die gute Zeit noch da.
Hopp, mein Hänschen, hoppsassa!
Hopp, mein Hänschen, hoppsassa!"
Ei, wie wild springt doch das Pferd,
Plumps! Da fällt er auf die Erd'
Unser Hänschen und liegt da.
Hopp, mein Hänschen, hoppsassa!
Georg Christian Dieffenbach
Franz Wilhelm Abt, 1819-1885
| | | | Der Struwwelpeter (Heinrich Hoffman 1809-1894) | Sieh einmal, hier steht er.
Pfui ! Der Struwwelpeter !
An den Händen beiden
Ließ er sich nicht schneiden
Seine Nägel fast ein Jahr;
Kämmen ließ er nicht sein Haar.
Pfui ! Ruft da ein jeder:
Garst'ger Struwwelpeter ! | | |
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