|  | Aberglauben |  |  |  |  | Seite 2 von 2 1 2 | | Wünsche | | Sieht man eine Sternschnuppe am Himmel fallen, darf man sich etwas wünschen und der Wunsch in Erfüllung, wenn mann ihn niemandem verrät. | | |
| | Wetter | Nur wenn alles vom Teller aufgegessen wurde, gibt es am Folgetag schönes Wetter.
Mairegen macht groß. | | |
| | Seefahrt | Galionsfiguren diese Figuren wurden von den Seeleuten als Glücksbringer und Schutzpatronin angesehen.
Den Namen des Schiffes zu wechseln bringt Unglück.
Das Pfeifen an Bord war nicht erlaubt, man könnte Sturm heran pfeifen.
Das Kratzen am Mast sollte in einer Flaute günstigen Wind bringen.
Bei Fahrtbeginn wurden Münzen über Bord geworfen, um eine gute Fahrt zu bekommen.
Schnelligkeit und Kraft der Haie übertragen sich auf das Schiff, wenn eine Haiflosse angenagelt wird.
Salz durfte man nicht über Bord werfen, denn das würde die salzigen Wasser des Meeres auf die Decksplanken ziehen, das Schiff würde in ein Unwetter geraten.
Der Unglückstag ist der Freitag, da lief man nicht aus, Sonntag war immer der gute Tag.
Katzen an Bord brachten Glück, Frauen aber Krankheit und Seenot.
Die Seelen von toten Seeleuten wohnen in Albatrossen, Möwen und Sturmvögeln.
Vögel an Bord zu töten, brachte auf jeden Fall Unglück.
Elmsfeuer - Elektrische Entladung bei Gewitter, in der Form, dass an den Mastspitzen, kleine Flämmchen entstehen. Die Bretonen sahen die Flämmchen des Elmsfeuers auf Rahen und Mastspitzen als Seelen von Seeleuten an, die sich in Erinnerung bringen und darum bitten, dass man für sie betet. Es gab bevor man die Zusammenhänge der Erscheinung erklären konnte, aber die unterschiedlichsten Deutungen. Sie deuteten vom Feuerteufel über Vorzeichen für gutes oder schlechtes Wetter bis zur Vorankündigung des nahen Todes eines Besatzungsmitgliedes.
Klabautermann - (Herkunft: Kalfatermann, der mit dem Kalfaterhammer) ein kleiner Kobold und guter Geist der unsichtbar an Bord eines Schiffes seinen Schabernack treibt und der im Schiff klopft und rumort und entweder durch sein Erscheinen dem Schiff den Untergang anzeigte oder im Schiff auf Ordnung sieht. Wenn die Seeleute ihr Schiff nicht in Ordnung hielten zeigte er sich, zerbrach das Steuerrad bevor er über die Bordwand stieg und verschwand. Solange er an Bord bleibt, macht das Schiff gute Fahrt.
Meerjungfrauen erzeugten bei Seefahrern Angst. Die Seeleute glaubten sie würden die ganze Mannschaft ins Verderben ziehen. | | |
| | Theater | Im Theater darf man nicht pfeifen. Früher wurden die Theater mit Gaslampen beleuchtet. Wenn der Sauerstoffgehalt der Luft stark sank, begannen die Lampen zu pfeifen. Dann wusste man, dass es irgendwo brannte.
Glück bringt das „Toi-Toi-Toi“ vor den Aufführungen und das ist nichts anderes als eine Verballhornung des Fluches „Teufel, Teufel, Teufel“. Richtige Antworten darauf sind „Hals- und Beinbruch“ oder „Wird schon schief gehen“, aber absolut niemals „Danke“.
Gelb und Grün sind Farben, mit denen man ebenfalls vorsichtig im Bezug auf Kostüme, Kulissen und Dekoration umgehen sollte, denn diese Farben waren in mittelalterlichen Mysterienspielen die typischen Erkennungsfarben für den Teufel.
Spiegel auf der Bühne sollten auf keinen Fall echt sein!
Sieht man in den Spiegel hinein und es steht noch eine Person dazwischen, der man über sie Schulter und den Spiegel in die Augen sehen kann, ist diese Person vom Unglück betroffen. Abgesehen davon, dass man im Theater wegen der sonstigen Reflexionen von Scheinwerfern, Publikum und dem nicht sichtbaren Bühnenbereich ohnehin keine echten Spiegel anbringt.
Offenes Licht auf der Bühne ist verboten, da sich alles Mögliche entzünden könnte.
Wer sich als nächstes zur kürzesten von drei angezündeten Kerzen auf der Bühne oder in der Umkleide aufhält wird als nächstes von der Truppe sterben – oder heiraten. Welches das schlimmere Unglück ist, darf jeder selbst entscheiden.
Baby-Puppen sollten auf dem Requisitentisch immer mit dem Gesicht in Richtung Tischplatte gelegt werden, in deren Körper könnten nämlich Poltergeister hausen und den Augen entschlüpfen
Stricknadeln auf der Bühne könnten Kostüme zerstören oder die Schauspieler verletzten bzw. sich Kostüme darin verfangen könnten oder die mystische Erklärung, dass die Schicksalsgöttinnen Stricknadeln nutzen um ein Netz zu produzieren, in dem sich die ganze Produktion verfangen kann.
Krücken, als Zeichen von Krankheit und Versagen sind verboten, Spazierstöcke, als Zeichen von Gesundheit und Erfolg, erlaubt.
Pfauenfedern gehören nicht auf die Bühne, denn ihre Augen werden mit dem Bösen Blick Verbindung gebracht.
Der Aberglaube verbannt auch frische Blumen aus der Bühnendekoration
Blumen nach der gelungen Premiere wiederum gehören zur Theatertradition und stellen eine Wertschätzung der Leistungen dar, allerdings sollten sie niemals vor der Premiere an Schauspieler oder Regie überreicht werden, sonst verkehrt sich das Glück ins Gegenteil, dann sind sie ein Omen des Versagens.
Erlaubt ist im Gegenzug dazu das Tragen von Blumen z.B. im Revers, vorzugsweise eine Chrysantheme, aber natürlich niemals eine gelbe!
Probe nie an Sonntagen.
Zieh nie deinen eigenen Mantel auf der Bühne an.
Iss und trinke nicht auf der Bühne, sofern es nicht zum Stück gehört.
Lass den Vorhang wieder herunter, wenn du in den ersten Reihen einen rothaarigen Zuschauer entdeckst.
Benutze keine neuen Make-Up Tiegel am Premierenabend und lass einen Rest in dem alten.
Kneif einen Schauspieler vor seinem ersten Auftritt.
Wirf ein Stück Kohle bei Theatereröffnungen von der Bühne.
Call it “that Scottish play”! Einer der wohl bekanntesten Theateraberglauben im angelsächsischen Raum ist "das Schottische Stück". Innerhalb eines Theaters ist es absolut verboten den Namen „Macbeth“ zu nennen oder es generell in einem Gespräch über Theater zu erwähnen, sonst beschwört man großes Unglück auf sich herab. Das Unglück wird natürlich ungleich größer, wenn man sich dazu hinreißen lässt, Teile des Stückes zu rezitieren, speziell die Szenen mit den drei Hexen gelten dabei als besonders gefährlich.
Die schwarze Katze, oder Katzen im Allgemeinen gelten im Theater ganz im Gegensatz zum abergläubischen Alltag als Glücksbringer.
Den Theatergeistern sollte man das so genannte Geisterlicht im menschenleeren Theater brennen lassen. Dieses Geisterlicht dient dazu die Bühne und den Saal ausreichend zu beleuchten, damit die Theatergespenster ihre Aufführungen bewerkstelligen und ihre großen Momente noch einmal auf die Bühne bringen können. Theatergespenster können wohl im Stockfinsteren nichts sehen. Damit die Geister auch genügend Zeit haben, muss mindestens ein Tag in der Woche - vorzugsweise der Montag - theaterfrei sein.
Wünsche niemals „Viel Glück“ vor den Vorstellungen... und wenn doch? Dann hilft nur eines:
Das Theater verlassen (raus ins Freie!)
Dreimal um das Theater herumlaufen oder, falls das nicht möglich ist, dreimal um die eigene Achse drehen
Ein Lied singen oder summen (lockt gute Geister an)
Den Schlussmonolog von Puck aus dem Sommernachtstraum rezitieren ("Wenn wir Schatten Euch missfielen..")
Dreimal an die Theatertür klopfen und höflich darum bitten wieder eingelassen zu werden. | | |
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