|  | Aberglauben |  |  |  |  | Seite 1 von 2 1 2 | | So wie Neujahr, so das ganze Jahr.
Zucker auf die Fensterbank legen bringt Kindersegen. | | |
| | Geld | Wenn man einen Geldbeutel verschenkt, dann muss man einen Glückspfennig hinein geben, weil das Geschenk sollst Unglück bringt. Es heißt, das Geld würde sich sonst nicht vermehren
Wenn die linke Hand juckt, bekommt man unerwartet Geld.
Wenn die rechte Hand juckt gibt man Geld aus.
Wenn eine Münze auf den Boden fällt, bedeutet das: "Liegt Geld auf dem Boden, geht es schnell zur Tür hinaus."
Beim ersten Ruf des Kuckucks oder beim ersten Gewitter des Jahres, soll man seine Geldbeutel kräftig schütteln. | | |
| | Freitag der 13. | Der Freitag der 13. gilt im Volksglauben als ein Tag, an dem besonders viele Unglücke geschehen. Dieser Aberglaube stammt wahrscheinlich aus christlicher Tradition. Als mögliche Herkunft gilt der Verrat des Judas, da er der dreizehnte Jünger beim letzten Abendmahl war und der Tod Jesus auf einen Freitag fiel (Karfreitag).
Als Triskaidekaphobie wird die abergläubische Furcht vor der Zahl dreizehn bezeichnet. Bei starker Ausprägung vermeiden, die Betroffenen alles, was mit der Zahl 13 zu tun hat.
Doch nicht überall auf der Welt wird Freitag der Dreizehnte als Unglückstag gesehen. Die Italiener glauben an einem Freitag den 17. an Unglück. Griechenland, Spanien und Lateinamerika haben den 13. an einem Dienstag als Unglückstag. Die Zahl 13 ist in der jüdischen Tradition eine Glückszahl und in Japan gilt die 13 auch als glücksbringende Zahl. | | |
| | Die Zahl 7 bringt Glück | | Die Zahl sieben ist unter anderem sehr bedeutend in der Bibel und die am meisten genannte Zahl im Christen- und Judentum: 7 Todessünden, 7 Tugenden, 7 Bitten im Vaterunser, Jesus sprach am Kreuz 7 Wörter, die Schöpfung dauerte 7 Tage. | | |
| | Glück und Unglück | Begegnet man einem Schornsteinfeger wird man Glück haben.
Schafe zur Linken - das Glück wird Dir winken.
Ein vierblättriges Kleeblatt, bringt Glück.
Wenn man ein Hufeisen findet sollte man es mit der Öffnung nach oben über die Tür hängen hat, dann wird man vor Bösem bewahrt. Mit der Öffnung nach unten, fällt das Glück heraus.
Scherben bringen Glück.
Wenn man einen Spiegel zerbricht, hat man sieben Jahre Unglück.
Es bringt Pech, wenn man unter einer Leiter hindurch geht.
Salz verstreuen, bringt Unglück.
Einen Schirm darf man nie in einem geschlossenen Raum öffnen, da sonst das Unglück ausgeschüttet wird.
Pfauenfedern aufhängen, bringt Unglück für das Haus.
Gegenseitiges Hände anschauen soll Streit zwischen den Personen bringen.
Sich über Kreuz die Hand zu geben, bringt Unglück.
Man darf keine Sachen am Körper flicken. Wer das Zeug am Leibe flickt, hat den ganzen Tag kein Glück.
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| | Hochzeit und Partnerschaft | Braut und Bräutigam dürfen sich am Morgen vor der Hochzeit nicht sehen.
Die Braut muss zur Hochzeit etwas altes. etwas neues etwas geborgtes und etwas blaues tragen. (Something old, something new, something borrowed, something blue.)
Am Ende der Hochzeitsfeier wirft die Braut ihren Brautstrauß in die Menge. Diejenige, die den Brautstrauß fängt, wird als nächstes heiraten.
Die Braut soll über die Hausschwelle getragen werden, es soll die bösen Geister fernhalten.
Ein Bräutigam darf seiner Braut keine Perlen schenken, sie symbolisieren die Tränen in der Ehe.
Der Schleier einer Braut darf nicht durch Regen nass werden, es soll Traurigkeit in die Ehe bringen.
Ein Mädchen mit einem Gänseblümchen im Haar, will nicht heiraten.
Man soll keine Schuhe an den Partner verschenken, weil dieser dann "wegläuft".
Messer verschenken, zerschneidet die Freundschaft. | | |
| | Katzen | Schwarze Katze von links nach rechts, Glück brecht´s. (das Glück wird zerbrochen)
Schwarze Katze von rechts nach links, Glück bringt´s.
Die dreifarbige Katze gilt als Glücksbringer, schützt das Haus vor Feuer und löscht es, wenn man sie hineinwirft.
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| | Krankheit und Tod | Beim Leichenschmaus nach einer Beerdigung wird auch ein Platz für den Verstorbenen freigelassen und auch für ihn gedeckt.
Zwischen der Christnacht und Neujahr darf man keine Wäsche waschen und aufhängen, sie wird sonst zum Leichengewand im nächsten Jahr.
Wenn es kürzlich einen Todesfall gab, dann soll man im Haus keine Türen schlagen, weil dies den Seelen weh tut.
Vom Friedhof keine Pflanzen mitnehmen, sonst holt sich der Tote den Nächsten.
Toten wurden zwei Münzen auf die Augenlider gelegt, damit sie den Fährmann für die Überfahrt in die andere Welt bezahlen konnten.
Aus dem Krankenhaus keine Blumen mitnehmen, sonst nimmt man die Krankheit mit nach Hause.
Wenn man eine Zigarette an einer Kerze anzündet, stirbt ein Seemann. (Früher fertigten viele Seeleute in den Wintermonaten Zündhölzer. Durch das Verwenden von Kerzen wurde den Seemännern die Lebensgrundlage genommen.)
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| | Rituale | Dreimal auf Holz klopfen, wenn man nicht möchte das einem das Gesagte geschieht.
Dreimal auf den Glückspfennig spucken, damit ein Wunsch in Erfüllung geht.
Toi, toi, toi komm aus der abergläubischen Theaterwelt und ist Versinnbildlichung des dreimaligen Über-die-Schulter-Spucken und soll Glück bringen.
Daumen drücken soll Glück bringen. (Brauch der alten Römer: Daumen hoch bedeutete Gnade für den unterlegenen Gladiator.)
Einen Knoten ins Taschentuch machen um nichts zu vergessen. | | |
| | Haus und Wohnung | Was man in der ersten Nacht im neuen Heim träumt geht in Erfüllung.
Bei einem Einzug ins neue Haus oder die neue Wohnung soll man Salz und Brot geschenkt bekommen, damit man nie Hunger leiden muss. (Brot und Salz Gott erhalt´s.) | | |
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