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| Mensch, Du wirst alt! | Der Name! Mensch, wie war der noch?
Erinnerungen kommen hoch.
Du kramst in der Vergangenheit,
hast tausend Dinge griffbereit.
Doch, wie sich das Hirn auch quält,
der Name! Nur der Name fehlt.
Und sicherlich erkennst Du bald:
So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.
Vom vierten Stock steigst Du herunter,
trittst auf die Straße, noch ganz munter.
Doch plötzlich fragst Du Dich verdrossen:
"Hab ich auch oben abgeschlossen?"
Du kannst Dir selber nicht mehr trauen
und steigst hinauf, um nachzu...
...uf die Straße, noch ganz munter.
Doch plötzlich fragst Du Dich verdrossen:
"Hab ich auch oben abgeschlossen?"
Du kannst Dir selber nicht mehr trauen
und steigst hinauf, um nachzuschauen.
Und sagst - die Faust vor Zorn geballt:
"So fängt es an. Mensch, Du wirst alt."
Du brauchst was aus dem Küchenschrank.
Du weißt auch was. Na, Gott sei Dank.
Du öffnest ganz gezielt die Tür
und fragst Dich prompt: "Was wollt' ich hier?"
Nun grübelst Du. Dich packt der Frust,
denn gerade hast Du's noch gew...
...weißt auch was. Na, Gott sei Dank.
Du öffnest ganz gezielt die Tür
und fragst Dich prompt: "Was wollt' ich hier?"
Nun grübelst Du. Dich packt der Frust,
denn gerade hast Du's noch gewusst.
Und so was lässt Dich nicht mehr kalt.
So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.
Bevor man eine Reise tut,
versteckt man erst sein Sparbuch gut.
Man ist ja länger nicht zu Haus
und das Versteck kriegt keiner raus.
Kommt man zurück, geht' s Suchen los:
"Wo habe ich mein Sparbuch bloß?"
Warum ich so was nie...
...n eine Reise tut,
versteckt man erst sein Sparbuch gut.
Man ist ja länger nicht zu Haus
und das Versteck kriegt keiner raus.
Kommt man zurück, geht' s Suchen los:
"Wo habe ich mein Sparbuch bloß?"
Warum ich so was nie behalt?!
So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.
Du sitzt im Zug. Du bist auf Reisen.
Da fällt Dir ein: Das Bügeleisen!!!
Von Urlaubsfreuden schon beflügelt,
hast Du noch schnell ein Hemd gebügelt.
Nun denkst Du ständig an zu Haus.
"Mein Gott, ist der Stecker auch raus?"
Zw...
...isen.
Da fällt Dir ein: Das Bügeleisen!!!
Von Urlaubsfreuden schon beflügelt,
hast Du noch schnell ein Hemd gebügelt.
Nun denkst Du ständig an zu Haus.
"Mein Gott, ist der Stecker auch raus?"
Zwingst Dich zur Ruhe, mit Gewalt!
So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.
Kategorie: Reime, Verse, Gedichte -> Zum Geburtstag | |
| | | Aussicht | Wenn Menschen fröhlich sind, ist dieses vom Gemüte,
Und aus dem Wohlergehn, doch aus dem Felde kommet,
Zu schaun der Bäume Wuchs, die angenehme Blüte,
Da Frucht der Ernte noch den Menschen wächst und frommet.
Gebirg umgibt das Feld, vom Himmel hoch entstehet
Die Dämmerung und Luft, der Ebnen sanfte Wege
Sind in den Feldern fern, und über Wasser gehet
Der Mensch zu Örtern dort die kühn erhöhten Stege.
Erinnerung ist auch dem Menschen in den Worten,
Und der Zusammenhang der Menschen gilt die Tage
Des Lebens durch zum Guten in den Orten,
Doch zu sich selber macht der Mensch des Wissens Frage.
Die Aussicht scheint Ermunterung, der Mensch erfreuet
Am Nutzen sich, mit Tagen dann erneuet
Sich sein Geschäft, und um das Gute waltet
Die Vorsicht gut, zu Dank, der nicht
Friedrich Hölderlin, 1770 - 1843
Kategorie: Reime, Verse, Gedichte | |
| | | Arthur Schopenhauer (deutscher Philosoph, 1788 - 1860) | Das Geld gleicht dem Seewasser. Je mehr davon getrunken wird, desto durstiger wird man.
Ein geistreicher Mensch hat, in gänzlicher Einsamkeit an seinen eigenen Gedanken und Phantasien vortreffliche Unterhaltung.
Daß die niedrigste aller Tätigkeiten die arithmetische ist, wird dadurch belegt, daß sie die einzige ist, die auch durch eine Maschine ausgeführt ...
...rrwahn.
Der schlimmste Missbrauch ist der Mißbrauch des Besten.
Die ersten vierzig Jahre unseres Lebens liefern den Text, die folgenden dreißig den Kommentar dazu.
All unser Übel kommt daher, daß wir nicht allein sein können.
Je mehr der Mensch des ganzen Ernstes fähig ist, desto herzlicher kann er lachen.
Vergeben und vergessen heißt kostbare Erfahrungen zum Fenster hinauswerfen.
Der Schlaf ist für den ganzen Menschen, was das Aufziehen für die Uhr.
Das Publikum ist so einfältig, lieber das Neue als das Gute zu lesen.
Jedes Kind ist gewissermaßen ein Genie und jedes Genie gewissermaßen ein Kind.
Ganz ehrlich meint ein jeder es am Ende doch nur mit sich s...
...nie zur unrechten Zeit.
Man wird in der Regel keinen Freund dadurch verlieren, daß man ihm ein Darlehen abschlägt, aber sehr leicht dadurch, daß man es ihm gibt.
Die Freunde nennen sich aufrichtig, die Feinde sind es.
Zum Denken sind wenige Menschen geneigt, obwohl alle zum Rechthaben.
Für die Eitelkeit ist selbst die Pfütze ein wohlgefälliger Spiegel.
Es ist nicht genug, daß man verstehe, der Natur Daumenschrauben anzulegen; man muß auch verstehen können, wenn sie aussagt.
Durch viele Zitate vermehrt man seinen Anspruch auf Gelehrsamkeit, vermindert den auf Originalität, und was ist Gelehrsamkeit gegen Originalität? Man soll Zitate also nur gebrauche...
Kategorie: Zitate | | |
| | | Ein Mann kommt in den Himmel. | Er kommt an einem Baum vorbei, an dem lauter Glöckchen hängen. Die bimmeln so fröhlich vor sich hin. "Petrus, was ist das für ein Baum?" "Das ist ein Lügenbaum. Jedes Mal, wenn auf der Erde ein Mensch lügt, klingelt ein Glöckchen." "Achso." Der Mann bleibt noch eine Weile stehen, auf einmal fällt mit einem lauten Gebimmel der ganze Baum um. "Petrus, was ist denn nun passiert?" "Tja, Bundestagssitzung!"
Kategorie: Witze -> Politikwitze | |
| | | | | Hermann Hesse (deutscher Schriftsteller, 1877 - 1962) | Ich bin gern Patriot, aber vorher Mensch, und wo beides nicht zusammengeht, gebe ich immer dem Menschen recht.
Das Paradies pflegt sich erst dann als Paradies zu erkennen zu geben, wenn wir daraus vertrieben wurden.
Die Praxis sollte das Ergebnis des Nachdenkens sein, nicht umgekehrt.
In der ganzen Welt ist jeder Politiker sehr für Revoluti...
... sehr für Revolution, für Vernunft und Niederlegung der Waffen - nur beim Feind, nicht bei sich selbst.
Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.
Es bleibt zwischen Menschen, sie seinen noch so eng verbunden, immer ein Abgrund offen, den nur die Liebe, und auch nur mit einem Notsteg, überbrücken kann.
Wahrlich, keiner ist weise, der nicht das Dunkel kennt.
Gegner bedürfen einander oft mehr als Freunde, denn ohne...
...e, und auch nur mit einem Notsteg, überbrücken kann.
Wahrlich, keiner ist weise, der nicht das Dunkel kennt.
Gegner bedürfen einander oft mehr als Freunde, denn ohne Wind gehen keine Mühlen.
Einsamkeit ist der Weg, auf dem das Schicksal den Menschen zu sich selber führen will.
Das Amt des Dichters ist nicht das Zeigen der Wege, sondern vor allem das Wecken der Sehnsucht.
Aller höherer Humor fängt damit an, daß man die eigene Person nicht mehr ernst nimmt.
Ist es denn ein Unglück, in ...
Kategorie: Zitate | |
| | | | | | | | | | | Freundschaft | ...
die niemals, wenn's ihr unbequem,
den Freund zu überraschen weiß -
trotzdem.
Denn wenn sie Zeit und Mühe scheut,
ein Unverhofft zu bringen,
das einen Freund unendlich freut,
dann hat sie keine Schwingen.
Den Umfang eine Wolke misst
kein Mensch, weil sie nicht rastet,
noch ihre Freiheit je vergisst.
Ich glaube: keine Wolke ist
mit Arbeit überlastet.
(Joachim Ringelnatz 1883 - 1934)
Kategorie: Startseite | |
| | | Liebesweisheit | ...t dich gepackt die dicke Liebe,
und erfüllt dich feiste Leidenschaft – –
prüfe wohl, wann dir zu dem Betriebe
eines Tags der heilige Fleiß erschlafft.
Denn das ist die gottgewollte Stunde,
abzuschließen mit entschlossenem Schnitt,
wo als neuer Mensch zum ewigen Bunde
mit der Frau man zum Altare tritt.
(Erich Mühsam 1878–1934)
Kategorie: Reime, Verse, Gedichte | |
| | | | | | | Es ist ein Ros entsprungen | ...aja sagt,
Hat uns gebracht alleine
Marie, die reine Magd;
Aus Gottes ewgem Rat
Hat sie ein Kind geboren
Wohl zu der halben Nacht.
Das Blümelein so kleine,
Das duftet uns so süß;
Mit seinem hellen Scheine
Vertreibt's die Finsternis.
Wahr' Mensch und wahrer Gott,
Hilft uns aus allem Leide,
Rettet von Sünd und Tod.
Kategorie: Lieder -> Weihachtslieder | |
| | | Erich Kästner (deutscher Schriftsteller, 1899 - 1974) | ...wechseln, aber die Dummheit bleibt.
Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
Indes sie forschten, röntgten, filmten, funkten, entstand von selbst die köstlichste Erfindung: der Umweg als die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten.
Der Mensch soll lernen, nur die Ochsen büffeln.
Man kann auf seinen Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen.
Das Gewissen ist fähig, Unrecht für Recht zu halten, Inquisition für Gott wohlgefällig und Mord für politisch wertvoll. Das Gewiss...
...nn auf seinen Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen.
Das Gewissen ist fähig, Unrecht für Recht zu halten, Inquisition für Gott wohlgefällig und Mord für politisch wertvoll. Das Gewissen ist um 180 Grad drehbar.
Die Größe eines Menschen hängt nicht von der Größe seines Wirkungsfeldes ab.
Wenn ein Kolonialwarenhändler in seinem kleinen Laden so viele Dummheiten und Fehler machte wie die Staatsmänner und Generäle in ihren großen Ländern, wäre er in spätestens vier Wochen bankrot...
Kategorie: Zitate | |
| | | Wilhelm von Humboldt (deutscher Philosoph, 1767 - 1835) | Die meisten Menschen machen sich selbst bloß durch übertriebene Forderungen an das Schicksal unzufrieden.
Nur der Wechsel ist wohltätig. Unaufhörliches Tageslicht ermüdet.
Alles, was sich zu lange hinschleppt, ehe es zu etwas nur irgend Sichtbarem wird, verliert...
...echsel ist wohltätig. Unaufhörliches Tageslicht ermüdet.
Alles, was sich zu lange hinschleppt, ehe es zu etwas nur irgend Sichtbarem wird, verliert an Interesse.
Es ist unglaublich, wie viel Kraft die Seele dem Körper zu leihen vermag.
Kein Mensch ist unersetzbar.
Es kann ein Liberaler Minister sein; aber deshalb ist er noch kein liberaler Minister.
Kategorie: Zitate | |
| | | John Fitzgerald Kennedy (35. US-Präsident, 1917 - 1963) | Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die anderen erst einmal reden.
Vergib Deinen Feinden, aber vergiss niemals ihre Namen.
Der Mensch ist immer noch der beste Computer.
Wir können nicht mit jenen verhandeln, die sagen: was mein ist, ist mein; und was dein ist, ist Verhandlungssache.
Wenn eine freie Gesellschaft den vielen, die arm sind, nicht helfen kann, so kann sie auch je...
...ir können nicht mit jenen verhandeln, die sagen: was mein ist, ist mein; und was dein ist, ist Verhandlungssache.
Wenn eine freie Gesellschaft den vielen, die arm sind, nicht helfen kann, so kann sie auch jene nicht retten, die reich sind.
Die Menschheit muß dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende.
Kategorie: Zitate | |
| | | Joseph Weizenbaum (deutsch-amerikanischer Informatiker, 1923 - 2008) | Das Internet ist ein großer Misthaufen, in dem man allerdings auch kleine Schätze und Perlen finden kann.
Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen.
Jeder ist immer erreichbar. Die ganze Welt beschleunigt sich, alles ist dringend, und wo alles dringend ist, ist nichts mehr dringend, und damit schlittern wir in eine Bedeutungslosigkeit hinein.
Regelmäßigkeit...
... eine Bedeutungslosigkeit hinein.
Regelmäßigkeit ist die fürchterlichste Eigenschaft der Maschine.
Unser Tod ist der letzte Service, den wir der Welt leisten können: würden wir nicht aus dem Weg gehen, würden die uns folgenden Generationen die menschliche Kultur nicht wieder frisch erstellen müssen. Sie würde starr, unveränderlich werden, also sterben. Und mit dem Tod der Kultur würde alles Menschliche auch untergehen.
Die so genannte Ohnmacht des einzelnen ist vielleicht die gefährlichste Illusion, die ein Mensch überhaupt haben kann.
Ein Computer kann über noch so viel Intelligenz verfügen, sie muss zwangläufig und immer gegenüber wirklich menschlichen Problemen absolut fremd sein.
Es gibt menschliche Funktionen, die nicht durch Computer ersetzt werden sollten.
Die Grenzen in der Anwendung von Computern lassen sich letztlich nur als Sätze angeben, in denen das Wort "sollten" vorkommt.
Ich bin kein Computerkritiker. Computer können mit ...
...n. Ich bin Gesellschaftskritiker.
Die Vorstellung, Intelligenz könne entlang einer simplen Linearskala quantitativ erfasst werden, hat unserer Gesellschaft vor allem auf dem Gebiet des Erziehungswesens unsäglichen Schmerz zugefügt.
Daß soviele Menschen so oft fragen, was sie tun müssen, ist ein Zeichen dafür, dass die Reihenfolge des Seins und des Tuns sich umgekehrt hat. Wer weiss, wer und was er ist, der braucht nicht zu fragen, was er tun sollte.
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