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| | | Max Frisch (schweizer Dramatiker, 1911 - 1991) | Muße und Wohlleben sind unerlässliche Voraussetzungen aller Kultur.
Worte verbinden nur, wo unsere Wellenlängen längst übereinstimmen.
Die Zeit verwandelt uns nicht, sie entfaltet uns nur.
Die meisten verwechseln Dabeisein mit Erleben.
Geist ist die Voraussetzung der Langeweile.
Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
Erfolg verändert den Menschen nicht. Er entlarvt ihn.
Jeder Mann hat etwas Höheres als das Weib, wen
Kategorie: Zitate | |
| | | Das kranke Mädchen | ...ffne Fenster kommt zur Juninacht
Heuduft ans Bett mir wie Gespenster
Und hat das Seufzen mitgebracht.
Der Mond ist weißer noch als Kreide -
Ich muß vor Angst die Finger falten -
Möcht' morgen meine Hände beide
Nur unter Rosenbäume halten.
Max Dauthendey, 1867 - 1918
Kategorie: Reime, Verse, Gedichte | | |
| | | April spricht Geistersprache | ...Fenstergardinen,
Den Staub auf alten Tischen,
Vergoldet Falten und Mienen,
Sein Zauber will nie mehr verwischen.
Auf meinen Stühlen sitzt still,
Ich seh' ihn mit blumigen Gliedern,
Ein Geist von Liebesliedern,
Der dreist erlöst sein will.
Max Dauthendey, 1867 - 1918
Kategorie: Reime, Verse, Gedichte | |
| | | Fledermäuse | ...äuse im irrem Kreise.
Sie flattern, als ob sie Gedanken mähen,
Die da vom Tag in den Lüften stehen.
Sie köpfen das, was ungesehen,
Was leise blieb und ungeschehen,
Und girren darum als irrender Dieb
Und umflirren, was tagsüber dunkel blieb.
Max Dauthendey, 1867 - 1918
Kategorie: Reime, Verse, Gedichte | |
| | | Kinderträume | ...dern steht das Tor des Himmels offen,
Um sie nur spielt ein unbegrenztes Hoffen,
Sie fühlen nicht die schwere Erdenkette,
Und brauchen keinen Heiland, der sie rette.
Geliebte, laß uns werden so wie diese,
Um Kinder blühen Unschuldsparadiese.
Max von Schenkendorf, 1783 - 1817
Kategorie: Reime, Verse, Gedichte | |
| | | Zwei schwarze Raben | ...Aus Wolken fallen Tropfen
Und blättern in dem Laub.
Wie finstre Tarnenkappen
Drin eins versteckt sich hält,
Fällt Rab' und Rab' ins Feld.
Die Tropfen im Himmel stocken,
Die Raben hüpfen und hocken -
Lieb' und Hunger umlungern die Welt.
Max Dauthendey, 1867 - 1918
Kategorie: Reime, Verse, Gedichte | |
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