| Alle Jahre wieder | Alle Jahre wieder
kommt das Christuskind
auf die Erde nieder,
wo wir Menschen sind.
Kehrt mit seinem Segen
ein in jedes Haus,
Geht auf allen Wegen
mit uns ein und aus.
Ist auch mir zur Seite
still und unerkannt,
daß es treu mich leite
an der lieben Hand.
Wilhelm Hey | | | | Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen | Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen,
wie glänzt er festlich, lieb und mild,
als spräch' er: "Wollt in mir erkennen
getreuer Hoffnung stilles Bild!"
Die Kinder stehn mit hellen Blicken,
das Auge lacht, es lacht das Herz,
o fröhlich seliges Entzücken!
Die Alten schauen himmelwärts.
Zwei Engel sind hereingetreten,
kein Auge hat sie kommen seh’n,
sie gehn zum Weihnachtstisch und beten,
und wenden wieder sich und geh’n.
"Gesegnet seid, ihr alten Leute,
gesegnet sei, du kleine Schar!
Wir bringen Gottes Segen heute
dem braunen wie dem weißen Haar.
Zu guten Menschen, die sich lieben,
schickt uns der Herr als Boten aus,
und seid ihr treu und fromm geblieben,
wir treten wieder in dies Haus."
Kein Ohr hat ihren Spruch vernommen,
unsichtbar jedes Menschen Blick
sind sie gegangen wie gekommen,
doch Gottes Segen blieb zurück.
| | | | Christkindlein, Christkindlein | Christkindlein, Christkindlein,
komm doch zu uns herein.
Wir haben frisch Heubündelein
und auch ein gutes Gläschen Wein.
Das Bündelein fürs Eselein,
fürs Kindelein das Gläselein
und beten können wir auch
Aus dem Elsaß
| | | | | Es ist ein Ros entsprungen | Es ist eine Ros entsprungen
aus einer Wurzel zart,
als uns die Alten sungen,
von Jesse kam die Art,
und hat ein Blümlein bracht,
mitten im kalten Winter,
wohl zu der halben Nacht.
Das Röslein, das ich meine,
Davon Jesaja sagt,
Hat uns gebracht alleine
Marie, die reine Magd;
Aus Gottes ewgem Rat
Hat sie ein Kind geboren
Wohl zu der halben Nacht.
Das Blümelein so kleine,
Das duftet uns so süß;
Mit seinem hellen Scheine
Vertreibt's die Finsternis.
Wahr' Mensch und wahrer Gott,
Hilft uns aus allem Leide,
Rettet von Sünd und Tod.
| | | | Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all! | Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all!
Zur Krippe her kommet in Bethlehems Stall!
Und seht, was in dieser hochheiligen Nacht
der Vater im Himmel für Freude uns macht.
O seht in der Krippe im nächtlichen Stall,
seht hier bei des Lichtleins hellglänzendem Strahl
den lieblichen Knaben, das himmlische Kind
Viel schöner und holder als Engelein sind.
Da liegt es, ihr Kinder, auf Heu und auf Stroh,
Maria und Joseph betrachten es froh,
die redlichen Hirten knien betend davor,
hoch oben schwebt jubelnd der himmlische Chor.
O beugt wie die Hirten anbetend die Knie,
erhebt die Händlein und danket wie sie;
stimmt freudig, ihr Kinder, wer sollt' sich nicht freu'n?
Stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein!
| | | | Kling Glöckchen klingelingeling | Kling Glöckchen klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!
Laßt mich ein, ihr Kinder,
ist so kalt der Winter,
öffnet mir die Türen,
laßt mich nicht erfrieren.
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!
Kling Glöckchen klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!
Mädchen hört und Bübchen,
macht mir auf das Stübchen,
bring’ euch milde Gaben,
sollt' euch dran erlaben.
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!
Kling Glöckchen klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!
Hell erglühn die Kerzen,
öffnet mir die Herzen,
will drin wohnen fröhlich,
frommes Kind, wie selig.
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!
Theodor Enslin | | | | Kommet, ihr Hirten | Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Frau'n,
kommet das liebliche Kindlein zu schau'n!
Christus, der Herr, ist heute geboren,
den Gott zum Heiland euch hat erkoren.
Fürchtet euch nicht!
Lasset uns sehen in Bethlehems Stall,
was uns verheißen der himmlische Schall!
Was wir dort finden, lasset uns künden,
lasset uns preisen in frommen Weisen!
Halleluja!
Wahrlich, die Engel verkündigen heut
Bethlehems Hirtenvolk gar große Freud!
Nun soll es werden Frieden auf Erden,
den Menschen allen ein Wohlgefallen!
Ehre sei Gott! | | | | Laßt uns froh und munter sein | Laßt uns froh und munter sein
und uns in dem Herrn erfreun.
Lustig, lustig, tra-le-ra-le-ra,
bald ist Nikolaus abend da,
bald ist Nikolaus abend da.
Dann stell ich den Teller auf,
Niklaus legt gewiss was drauf.
Lustig, lustig, tra-le-ra-le-ra,
bald ist Nikolaus abend da,
bald ist Nikolaus abend da.
Wenn ich schlaf', dann träume ich:
jetzt bringt Niklaus was für mich.
Lustig, lustig, tra-le-ra-le-ra,
bald ist Nikolaus abend da,
bald ist Nikolaus abend da.
Wenn ich aufgestanden bin,
lauf' ich schnell zum Teller hin.
Lustig, lustig, tra-le-ra-le-ra,
bald ist Nikolaus abend da,
bald ist Nikolaus abend da.
Niklaus ist ein guter Mann,
dem man nicht g'nug danken kann.
Lustig, lustig, tra-le-ra-le-ra,
bald ist Nikolaus abend da,
bald ist Nikolaus abend da.
| | | | Leise rieselt der Schnee | Leise rieselt der Schnee,
still und starr ruht der See;
weihnachtlich glänzet der Wald:
freue dich, Christkind kommt bald!
In den Herzen wird's warm,
still schweigt Kummer und Harm,
Sorge des Lebens verhallt:
freue dich, Christkind kommt bald!
Bald ist Heilige Nacht,
Chor der Engel erwacht,
hört nur, wie lieblich es schallt:
freue dich, Christkind kommt bald!
Eduard Ebel | | | | Leise rieselt der Schnee | Leise rieselt der Schnee,
still und starr ruht der See,
weihnachtlich glänzet der Wald:
Freue dich, 's Christkind kommt bald!
In den Herzen ist's warm,
still schweigt Kummer und Harm,
Sorge des Lebens verhallt:
Freue dich, 's Christkind kommt bald!
Bald ist Heilige Nacht,
Chor der Engel erwacht,
hört nur, wie lieblich es schallt:
Freue dich, 's Christkind kommt bald! | | |
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