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Schlagwort: Ei

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Auf ein Ei geschrieben
Ostern ist zwar schon vorbei,
Also dies kein Osterei;
Doch wer sagt, es sei kein Segen,
Wenn im Mai die Hasen legen?
Aus der Pfanne, aus dem Schmalz
Schmeckt ein Eilein jedenfalls,
Und kurzum, mich tät's gaudieren,
Dir dies Ei zu präsentieren,
Und zugleich tät es mich kitzeln,
Dir ein Rätsel drauf zu kritzeln.

Die Sophisten und die Pfaffen
Stritten sich mit viel Geschrei:
Was hat Gott zuerst erschaffen,
Wohl die Henne? wohl das Ei?

Wäre das so schwer zu lösen?
Erstlich ward ein Ei erdacht:
Doch weil noch kein Huhn gewesen,
Schatz, so hat's der Has gebracht.

(Eduard Mörike 1804-1875)

Kategorie: Reime, Verse, Gedichte
Das Ei des Kolumbus
Bedeutung: einfache Lösung für ein Problem, Idee

Herkunft: Zu Zeiten Kolumbus gab es noch keine Eierbecher, so konnte man ein Ei nicht hinstellen. Kolumbus, klopfte es auf den Tisch, so dass die Schale zerbrach und das Ei blieb stehen.

Kategorie: Redewendungen
Der Koch fragt den Kellner
ob er die Tageskarte schon aktualisiert hat. Dieser verneint. Der Koch schimpft: "Dann schreib schnell; Heute! Spinat mit Ei! Der Kellner folgt der Anweisung. Als die ersten Gäste eintreffen, hört der Koch den Kellner sagen: Wir können Ihnen heute unser Tagesgericht Speinat empfehlen! Er ruft ihn und fragt: Sag mal, warum empfiehlst Du unseren Gästen Speinat? Was soll das denn sein? Der Kellner antwortet: "Aber Du hast mir doch vorhin gesagt, ich solle heute Spinat mit Ei auf die Tageskarte setzen.

Kategorie: Witze -> Restaurantwitze
Das Riesenspielzeug
Burg Nideck ist im Elsaß der Sage wohl bekannt,
Die Höhe, wo vor Zeiten die Burg der Riesen stand;
Sie selbst ist nun verfallen, die Stätte wüst und leer;
Du fragest nach den Riesen, du findest sie nicht mehr.

Einst kam das Riesenfräulein aus jener Burg hervor,
Erging sich sonder Wartung und spielend vor dem Tor
Und stieg hinab den Abhang bis in das Tal hinein,
Neugierig, zu erkunden, wie's unten möchte sein.

Mit wen'gen raschen Schritten durchkreuzte sie den Wald,
Erreichte gegen Haslach das Land der Menschen bald,
Und Städte dort und Dörfer und das bestellte Feld
Erschienen ihren Augen gar eine fremde Welt.

Wie jetzt zu ihren Füßen sie spähend niederschaut,
Bemerkt sie einen Bauern, der seinen Acker baut;
Es kriecht das kleine Wesen einher so sonderbar,
Es glitzert in der Sonne der Pflug so blank und klar.

"Ei, artig Spielzeug!" ruft sie, "das nehm' ich mit nach Haus!"
Sie knieet nieder, spreitet behend ihr Tüchlein aus,
Und feget mit den Händen, was sich da alles regt,
Zu Haufen in das Tüchlein, das sie zusammenschlägt.

Und eilt mit freud'gen Sprüngen - man weiß, wie Kinder sind -
Zur Burg hinan und suchet den Vater auf geschwind:
"Ei, Vater, lieber Vater, ein Spielding wunderschön!
So Allerliebstes sah ich noch nie auf unsern Höh'n."

Der Alte saß am Tische und trank den kühlen Wein,
Er schaut sie an behaglich, er fragt das Töchterlein:
"Was Zappeliges bringst du in deinem Tuch herbei?
Du hüpfest ja vor Freuden, laß sehen, was es sei."

Sie spreitet aus das Tüchlein und fängt behutsam an
Den Bauer aufzustellen, den Pflug und das Gespann.
Wie Alles auf dem Tische sie zierlich aufgebaut,
Da klatscht sie in die Hände und springt und jubelt laut.

Der Alte wird gar ernsthaft und wiegt sein Haupt und spricht:
"Was hast du angerichtet? Das ist kein Spielzeug nicht!
Wo du es hergenommen, da trag' es wieder hin,
Der Bauer ist kein Spielzeug, was kommt dir in den Sinn!

Sollst gleich und ohne Murren erfüllen mein Gebot;
Denn wäre nicht der Bauer, so hättest du kein Brot:
Es sprosst der Stamm der Riesen aus Bauernmark hervor,
Der Bauer ist kein Spielzeug, da sei uns Gott davor!" -

Burg Nideck ist im Elsaß der Sage wohl bekannt,
Die Höhe, wo vor Zeiten die Burg der Riesen stand;
Sie selbst ist nun zerfallen, die Stätte wüst und leer,
Und fragst du nach den Riesen, du findest sie nicht mehr.

Adelbert von Chamisso, 1781 - 1838


Kategorie: Reime, Verse, Gedichte
Eierlaufen
Zubehör: 2 Löffel, Kartoffel oder hartgekochte Eier (Gipseier) oder ersatzweise Kartoffeln.

Spielverlauf: Die Spieler stehen an der Startlinie am besten in Zweierreihen und haben auf Ihrem Löffel eine Ei oder eine Kartoffel. Auf das Startzeichen: auf die Plätze, fertig, los müssen sie mit ausgestrecktem Arm bis zur Ziellinie laufen. Derjenige, der die Kartoffel oder das Ei , ohne es zu verlieren über die Ziellinie bringt hat gewonnen. Wer Sie verliert, muss zum Start zurück oder muss sie wieder auf den Löffel legen und weiterlaufen.



Kategorie: Spiele und Vorträge -> Kinderspiele
Das Ei will klüger sein als die Henne.
Der Appetit kommt beim Essen.
Der Klügere gibt nach.
Der Klügere gibt so lange nach, bis er der Dümmere ist.
Der Schein trügt.
Der Zweck heiligt die Mittel.
Die Ausnahme bestätigt die Regel.
Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps.
Die Wände haben Ohren.
Durch Schaden wird man klug.

Kategorie: Sprüche & Weisheiten -> Lebensweisheiten
Verdrehte Lebensweisheiten 2. Teil
1. If you drink wet cement, you get really stoned. (Wenn Du nassen Zement trinkst, wirst du richtig stoned.)
2. Denken schadet der Verblödung.
3. Lieber Fernsehgeil als Radioaktiv.
4. Wer anderen eine Grube gräbt, ist Bauarbeiter.
5. Lieber heimlich schlau, als unheimlich dumm.
6.Wenn der Krieg ausbricht, war der Frieden offenbar im Gefängnis.
7. Wissen ist Macht, nichts wissen macht nichts.
8. Wer zuletzt lacht, denkt zu langsam.
9. Wer tut was er kann, bleibt was er ist.
10. Der Hahn kräht, aber das Ei legt die Henne!





Kategorie: Sprüche & Weisheiten -> Lebensweisheiten
Zum 50. Geburtstag
Da kommt mir eben so ein Freund
mit einem großen Zwicker.
Ei, ruft er, Freundchen, wie mir scheint,
Sie werden immer dicker.

Ja, ja man weiß oft selbst nicht wie,
so kommt man in die Jahre;
Pardon, mein Freund, hier haben Sie
schon eins, zwei graue Haare!

Hinaus, verdammter Kritikus,
sonst schmeiß ich Dich in Scherben.
Du Schlingel willst mir den Genuss
der Gegenwart verderben.

(Wilhelm Busch 1832-1908)

Kategorie: Reime, Verse, Gedichte
Summ, summ, summ...
Summ, summ, summ, Bienchen summ herum.
Ei, wir tun dir nichts zu leide,
flieg nur aus in Wald und Heide !
Summ, summ, summ, Bienchen summ herum.

Summ, summ, summ, Bienchen summ herum.
Such in Blumen, such in Blümchen
dir ein Tröpfchen dir ein Krümchen.
Summ, summ, summ, Bienchen summ herum.

Summ, summ, summ, Bienchen summ herum.
Kehre Heim mit reicher Habe,
bau uns manche volle Wabe !
Summ, summ, summ, Bienchen summ herum.

(Hoffmann von Fallersleben)

Kategorie: Reime, Verse, Gedichte -> Kinderlieder
Da kommt mir eben so ein Freund..
Da kommt mir eben so ein Freund
Mit einem großen Zwicker.
Ei, ruft er, Freundchen, wie mir scheint,
Sie werden immer dicker.

Ja, ja, man weiß oft selbst nicht wie,
So kommt man in die Jahre;
Pardon, mein Schatz, hier haben Sie
Schon eins, zwei graue Haare! –

Hinaus, verdammter Kritikus,
Sonst schmeiß ich dich in Scherben.
Du Schlingel willst mir den Genuss
Der Gegenwart verderben!

Wilhelm Busch (1832-1908)

Kategorie: Reime, Verse, Gedichte -> Zum Geburtstag
Plumpsack (Singspiel)
Dreh' dich nicht um, denn der Plumpsack geht um.
Wer sich umdreht oder lacht, kriegt den Buckel voll gemacht.
Dreh' dich nicht um, denn der Plumpsack geht um.

Die Kinder stellen sich im Kreis auf. Ein Kind beginnt als Plumpsack und hat ein Taschentuch in der Hand. Die Kinder singen das Plumpsacklied. Der Plumpsack geht außen um den Kreis der Kinder herum. Der Plumpsack lässt möglichst unbemerkt das Taschentuch hinter einem der Kinder fallen.

Bemerkt das Kind das Taschentuch hinter sich, hebt es das Taschentuch auf und läuft hinter dem Plumpsack her. Der Plumpsack versucht, die frei gewordene Stelle zu erreichen. Wenn er es schafft, ist jetzt das andere Kind der Plumpsack.Fängt das Kind den Plumpsack vorher ein, muss der Plumpsack in die Mitte des Kreises und dort bleiben, bis ein anderes Kind in die Mitte muss. Bemerkt ein Kind das Taschentuch hinter sich nicht und der Plumpsack läuft eine ganze Runde, so klopft der Plumpsack dem Kind dreimal auf den Rücken und ruft: "Eins, zwei, drei, ins faule Ei!" Jetzt muss sich dieses Kind in die Mitte setzen und darauf warten, dass ein anderes Kind in die Mitte muss.

Kategorie: Reime, Verse, Gedichte -> Kinderlieder
Der kleine Reiter
Hopp, mein Hänschen, hoppsassa!
Seht nur, wie der kleine Mann
Schon so prächtig reiten kann
Auf den Knien des Großpapa
Hopp, mein Hänschen, hoppsassa!

Glücklich, wer dem Großpapa
Auf dem Knie noch reiten kann,
Reite lustig, kleiner Mann,
Weil die gute Zeit noch da.
Hopp, mein Hänschen, hoppsassa!

Hopp, mein Hänschen, hoppsassa!"
Ei, wie wild springt doch das Pferd,
Plumps! Da fällt er auf die Erd'
Unser Hänschen und liegt da.
Hopp, mein Hänschen, hoppsassa!

Georg Christian Dieffenbach
Franz Wilhelm Abt, 1819-1885


Kategorie: Reime, Verse, Gedichte -> Kinderreime
Alle Birnenbäumchen schüttelt ich
Alle Birnenbäumchen schüttelt ich,
Schüttelt ich.
Das Siebengestirn ist hinterm Berg,
Das Siebengestirn ist hinterm Berg.

Ei, Abend ists geworden,
Nach Hause wollen wir gehn,
Die dürren Äste brechen,
Die grünen bleiben stehn.

Aus Siebenbürgen


Kategorie: Reime, Verse, Gedichte -> Kinderlieder
Der rechte Barbier
"Und soll ich nach Philisterart
Mir Kinn und Wange putzen,
So will ich meinen langen Bart
Den letzten Tag noch nutzen;
Ja, ärgerlich, wie ich nun bin,
Vor meinem Groll, vor meinem Kinn
Soll mancher noch erzittern.

Holla! Herr Wirt, mein Pferd! macht fort!
Ihm wird der Hafer frommen.
Habt ihr Barbierer hier im Ort?
Laßt gleich den rechten kommen.
Waldaus, waldein, verfluchtes Land!
Ich ritt die Kreuz und Quer und fand
Doch nirgends noch den rechten.

Tritt her, Bartputzer, aufgeschaut!
Du sollst den Bart mir kratzen,
Doch kitzlig sehr ist meine Haut,
Ich biete hundert Batzen,
Nur, machst du nicht die Sache gut,
Und fließt ein einz'ges Tröpfchen Blut,
Fährt dir mein Dolch in's Herze."

Das spitze, kalte Eisen sah
Man auf dem Tische blitzen,
Und dem verwünschten Ding gar nah
Auf seinem Stuhle sitzen
Den grimm'gen schwarzbehaarten Mann
Im schwarzen, kurzen Wams, woran
Noch schwärz're Troddeln hingen.

Dem Meister wird's zu grausig fast,
Er will die Messer wetzen,
Er sieht den Dolch, er sieht den Gast,
Es packt ihn das Entsetzen;
Er zittert wie das Espenlaub,
Er macht sich plötzlich aus dem Staub
Und sendet den Gesellen.

"Ein hundert Batzen mein Gebot,
Falls du die Kunst besitzest;
Doch merk' es dir, dich stech' ich tot,
So du die Haut mir ritzest."
Und der Gesell: "Den Teufel auch!
Das ist des Landes nicht der Brauch."
Er läuft und schickt den Jungen.

"Bist du der Rechte, kleiner Molch
Frisch auf, fang' an zu schaben!
Hier ist das Geld, hier ist der Dolch,
Das Beides ist zu haben!
Und schneidest, ritzest du mich bloß,
So geb' ich dir den Gnadenstoß;
Du wärest nicht der Erste."

Der Junge denkt der Batzen, druckst
Nicht lang' und ruft verwegen:
"Nur still gesessen! nicht gemuckst!
Gott geb' euch seinen Segen!"
Er seift ihn ein ganz unverdutzt,
Er wetzt, er stutzt, er kratzt, er putzt:
"Gottlob! nun seid ihr fertig!"

"Nimm kleiner Knirps, dein Geld nur hin;
Du bist ein wahrer Teufel!
Kein And'rer mochte den Gewinn,
Du hegtest keinen Zweifel,
Es kam das zittern dich nicht an,
Und wenn ein Tröpflein Blutes rann,
So stach ich dich doch nieder!"

"Ei, guter Herr, so stand es nicht!
Ich hielt euch an der Kehle,
Verzucktet ihr nur das Gesicht
Und ging der Schnitt mir fehle,
So ließ ich euch dazu nicht Zeit,
Entschlossen war ich und bereit,
Die Kehl' euch abzuschneiden."

"So, so! ein ganz verwünschter Spaß!"
Dem Herrn ward's unbehaglich,
Er wurd' auf einmal leichenblaß
Und zitterte nachträglich:
"So, so! das hatt' ich nicht bedacht,
Doch hat es Gott noch gut gemacht;
Ich will's mir aber merken."

Adelbert von Chamisso, 1781 - 1838


Kategorie: Reime, Verse, Gedichte
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