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Schlagwort: Dauthendey

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Das kranke Mädchen
... Fenster kommt zur Juninacht
Heuduft ans Bett mir wie Gespenster
Und hat das Seufzen mitgebracht.

Der Mond ist weißer noch als Kreide -
Ich muß vor Angst die Finger falten -
Möcht' morgen meine Hände beide
Nur unter Rosenbäume halten.

Max Dauthendey, 1867 - 1918


Kategorie: Reime, Verse, Gedichte
April spricht Geistersprache
...tergardinen,
Den Staub auf alten Tischen,
Vergoldet Falten und Mienen,
Sein Zauber will nie mehr verwischen.
Auf meinen Stühlen sitzt still,
Ich seh' ihn mit blumigen Gliedern,
Ein Geist von Liebesliedern,
Der dreist erlöst sein will.

Max Dauthendey, 1867 - 1918


Kategorie: Reime, Verse, Gedichte
Fledermäuse
... im irrem Kreise.
Sie flattern, als ob sie Gedanken mähen,
Die da vom Tag in den Lüften stehen.
Sie köpfen das, was ungesehen,
Was leise blieb und ungeschehen,
Und girren darum als irrender Dieb
Und umflirren, was tagsüber dunkel blieb.

Max Dauthendey, 1867 - 1918


Kategorie: Reime, Verse, Gedichte
Zwei schwarze Raben
...Wolken fallen Tropfen
Und blättern in dem Laub.

Wie finstre Tarnenkappen
Drin eins versteckt sich hält,
Fällt Rab' und Rab' ins Feld.

Die Tropfen im Himmel stocken,
Die Raben hüpfen und hocken -
Lieb' und Hunger umlungern die Welt.

Max Dauthendey, 1867 - 1918


Kategorie: Reime, Verse, Gedichte
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